ASICS MetaRide TEST: Laufschuhe mit innovativer Sohle

Ein Laufschuh Test auf den ich mich ganz besonders gefreut habe: der innovative MetaRide von ASICS. Der MetaRide ist eine komplette Neuentwicklung von ASICS und meiner Meinung nach der bisher interessanteste neue Laufschuh des Jahres 2019.

Der MetaRide fällt besonders mit einer roten, gebogenen Sohle auf, die das Herzstück des innovativen Laufschuhs darstellt. Die gebogene Sohle mit festem Vorfußbereich soll einen Wippeneffekt erzeugen, der den Läufer automatisch vorantreibt. Die spezielle Sohle soll ermüdungsfreies Laufen auf langen Strecken ermöglichen und die Laufeffizienz steigern.

Der Test des MetaRide wird zeigen, wie viel ich von diesem Vortrieb wirklich beim Laufen spüre.


Der MetaRide wurde mir für diesen Test freundlicherweise von ASICS zur Verfügung gestellt – vielen Dank! Selbstverständlich schreibe ich hier unvoreingenommen über meine persönlichen Erfahrungen mit den innovativen Laufschuhen.


 


ASICS MetaRide – Der erste Eindruck

„Wow, was für ein leuchtendes Rot“, denke ich, als ich den MetaRide aus dem Karton hole. Dann sehe ich die ungewohnte Krümmung der roten Sohle und stelle fest, dass sich diese so gut wie gar nicht verbiegen lässt. Die gebogene Sohle des MetaRide ist durch die Form und die zusätzliche Betonung durch die das leuchtende Rot besonders auffällig. Das Obermaterial des Laufschuhs ist in schwarz und grau mit goldenen Details eher dezent und wirkt, auch durch die qualitativ hochwertige Verarbeitung, edel.

Ich bin sehr gespannt auf den Test des MetaRide von ASICS und die ersten Erfahrungen beim Laufen!


Daten ASICS MetaRide

Marke ASICS
Modell MetaRide
Sprengung mm
Gewicht 338 g (Größe 45)
Preis (UVP) 250 €
Amazon Preis EUR 265,00 *


Die Besonderheiten & Technik des ASICS MetaRide

>>> Die Sohle des MetaRide

Die Sohle des ASICS MetaRide ist nicht nur besonders auffällig, sondern auch das Teil mit dem höchsten Innovationsgrad. Die Sohle ist so steif, dass sie sich per Hand nicht verbiegen lässt. Natürlich gibt es für jeder Besonderheit des Laufschuhs und für jedes Material ganz eigene Bezeichnungen bei ASICS. In der GUIDESOLE genannten Sohle, werden zwei Materialschichten kombiniert – das festere FLYTEFOAM dämpft und gibt der Sohle Struktur, FLYTEFOAM Propel hat federnde, energierückführende, vorantreibende Eigenschaften und verbessert damit das Abstoßen mit den Zehen und die Startgeschwindigkeit.

Die Sohle hat im mittleren Teil das größte Volumen und wird vorne zu den Zehen hin dünner, so dass sich die hoch gebogene Form ergibt. Der Effekt dieser festen Biegung der Sohle ist die Optimierung der Abrollbewegung des Fußes und laut ASICS eine Steigerung der Effizienz.

Im hinteren Teil der Sohle befindet sich unter der Ferse ein Gel-Element, welches man auch von anderen ASICS Laufschuhen kennen könnte und die Stoßkräfte bei der Landung reduziert.

Passform ASICS MetaRide

Der Obermaterial des MetaRide passt sich wunderbar der Form des Fußes an. Ich kann problemlos in die Laufschuhe gleiten, schnüre die Schuhe und habe einen festen Halt ohne Druckstellen.

Direkt beim ersten Aufsetzen merkt man, das deutliche Abrollen der gebogenen Sohle und den Drang „nach vorne“. Der MetaRide will los, er will laufen! Ich merke aber auch, dass ich ungewohnt groß bin – die Sohle ist ein paar Millimeter höher, als die anderer Laufschuhe.


Test ASICS MetaRide beim Laufen

Der ASICS MetaRide überrascht mich positiv!

  • Der Tragekomfort ist sehr angenehm,
  • der Laufkomfort besonders hoch
  • und das Laufgefühl erst einmal ungewohnt, aber gut.

Anfangs ist das Gefühl der Laufschuhe sehr ungewohnt, denn man hat nicht den festen Stand, den man von anderen Laufschuhen kennt. Die gebogene Form der Sohle verändert sich auch durch die Belastung des Körpergewichts nicht und man hat ein nach vorne kippendes Gefühl – der MetaRide bestärkt den Drang nach vorne.

Das Laufgefühl mit ASICS MetaRide

Also los geht‘s: Die ersten zwei bis drei Kilometer im MetaRide sind noch ungewohnt, mein Körper muss sich an die neue, etwas andere Bewegungsform gewöhnen. Doch schon bald setzt eine gewisse Gewöhnung ein und das Laufgefühl entspricht langsam einer vorwärts „rollenden“ Bewegung. Das Gefühl der vorwärts „rollenden“ Bewegung erkläre ich mir durch die Biegung der Sohle und das große Volumen im mittleren Teil der Sohle. Das Abrollverhalten des MetaRide ist nicht vergleichbar mit dem mir bekannten Verhalten anderer Schuhe beim Laufen.

Schon nach wenigen Kilometern des „Kennenlernens“ genieße ich dieses andere Laufgefühl und habe richtig Spaß an der Abwechslung. Das Laufen fühlt sich „rund“ an, denn der Laufschuh vermittelt mir eine flüssige Abfolge von Aufprall, Abrollen und Abstoßen, ohne dabei an irgendeinem Punkt zu bremsen. Der MetaRide unterstützt und verstärkt jeden einzelnen Part der Laufbewegung und erzeugt somit eine gewisse Führung. Das Gefühl ist etwas schwer zu beschreiben – ich glaube, man muss es erleben, um zu verstehen, was ich meine.

Das Profil des ASICS MetaRide

Schaut man sich das Profil der Sohle an, sieht man sofort, dass dieser Laufschuh für die Straße gemacht wurde. Auf Asphalt merkt man auch gleich, wie sehr die Sohle auf dem glatten Untergrund haftet. Im Gegensatz zu Slicks, die als profillose Reifen im Motorrennsport bekannt sind, verliert man mit dem MetaRide aber auch bei regennassen Straßen nicht die Haftung. Auch wenn das Profil nicht für das Gelände abseits der Straßen gemacht wurde, laufe ich natürlich trotzdem meine Wege durch die Küstenwälder der Ostsee. Dabei fällt mir positiv auf, dass die feste Sohle den Vorteil hat, punktuelle Belastungen von kleineren Steinen komplett zu schlucken. Was bei anderen Laufschuhen manchmal schmerzhaft sein kann, spürt man hier fast gar nicht. Ein subjektiver Nachteil ist, das man sehr wenig Resonanz vom Boden bekommt und damit auch etwas den Bezug zum Untergrund verliert. Diese Abwechslung geht mit dem MetaRide etwas verloren, denn die Sohle minimiert die Unterschiede. Man merkt außerdem, dass man auf weicheren Böden, manchmal die Haftung verliert und dass der MetaRide auf die Straße gehört.

Das Gewicht des ASICS MetaRide

Vermutlich ist dir auch schon das Gewicht des MetaRide aufgefallen, welches sich mit 338 Gramm (Größe 45) nicht mehr in der Kategorie Leichtgewicht befindet, sondern eher in der oberen Hälfte des Mittelgewichts. Schaut man sich die reinen Gewichtsdaten an, könnte man bei diesem Schuh der Topkategorie, fast etwas enttäuscht sein. Beim Laufen bin ich dann aber doch überrascht, wie wenig man dieses Gewicht spürt. Trotz des relativ hohen Gewichts, läuft sich der Schuh bei mittlerem Tempo recht leicht und ist auch nicht für längere Distanzen jenseits der 15 km zu schwer. Nur bei kurzen knackigen Sprints habe ich das Gefühl, dass das Gewicht meine Performance etwas beeinflusst.

Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob das Gewicht ein Kritikpunkt sein kann, denn die Frage ist, bietet der Laufschuh mit weniger Gewicht den gleichen Komfort und die gleiche Robustheit?

Distanz und Tempo

Ich fühle mich mit dem neuen ASICS Laufschuh auf allen Distanzen wohl. Ich habe jedoch festgestellt, dass sich besonders die längeren Distanzen gut im MetaRide laufen. Schwer zu sagen, woher dieser Eindruck kommt, aber mittlerweile könnte ich mir auch gut vorstellen einen Halbmarathon in diesen Laufschuhen zu bestreiten. Leider habe ich den MetaRide erst eine Woche vor dem Halbmarathon in Berlin bekommen, zu knapp, um ihn noch angemessen einzulaufen. Im Vergleich zu besonders leichten Laufschuhen macht sich hier auf der langen Distanz vielleicht doch der erhöhte Komfort des MetaRide bemerkbar. Vielleicht ist es auch tatsächlich die Effizienz steigernde Wirkung der Sohle, die die Ermüdung der Muskulatur mindert, aber das ist schwer objektiv zu beurteilen.

Auf meinen Läufen im MetaRide bin ich meistens im mittleren Tempo, irgendwo um die 04:50 min/km, unterwegs. Das sit das Tempo, bei dem ich mich mit den Laufschuhen sehr wohl fühle. Langsamer ist, besonders auf längeren Distanzen, auch kein Problem. Wie schon erwähnt habe, meine ich nur auf kurzen Sprints das Gewicht der Laufschuhe zu merken.


ASICS MetaRide – Preis

Der ASICS MetaRide kostet 250 Euro – das ist ein sehr hoher Preis für Laufschuhe und schränkt die Gruppe der ernsthaften Interessenten stark ein. Vermutlich kosten die Laufschuhe der meisten Läufer die Hälfte.

Wie kommt es, dass der Preis so hoch ist?

In meinen Augen ist der MetaRide eine Art Vorzeigelaufschuh, bei dem gezeigt wird, was heutzutage möglich ist und wo die Entwicklung hin geht. Ein Laufschuh bei dem die neuesten Erkenntnisse der Forschung eingeflossen sind und in dem sehr viel Entwicklungszeit steckt. Laut ASICS hatte der MetaRide eine 3-jährige Entwicklungszeit, in der über 70 Prototypen entstanden sind. Die lange Entwicklungszeit, wird ein Grund für den hohen Preis des Laufschuhs sein. Vielleicht wird der Käuferkreis aber auch bewusst klein gehalten, um auszuprobieren, wie das neuartige Konzept bei der Gruppe von Läufern ankommt, die 250 Euro für Laufschuhe ausgeben und vermutlich auch entsprechend hohe Erwartungen haben. Aber das sind nur Mumaßungen meinerseits.

Ich denke, die Läufer, die sich diesen Schuh kaufen, sind interessiert an den neuesten Entwicklungen und geben für Innovationen auch gerne ein paar Euro mehr aus. Ich bin gespannt, ob sich das Sohlenkonzept durchsetzen und zukünftig auch noch bei anderen ASICS Modellen zu finden sein wird.


Zusammenfassung und Fazit

Der MetaRide ist die spannendste Neuheit des Jahres 2019!

Die innovative Sohle, die durch eine starre gebogene Sohle und eine ausgewogene Dämpfung die flüssige Abfolge von Aufprall, Abrollen und Abstoßen unterstützt, erzeugt ein ganz neues Laufgefühl. Ich fühle mich in dem MetaRide sehr wohl und habe viel Spaß an dem neuartigen Laufgefühl. Besonders gut läuft sich der MetaRide auf längeren Straßenläufen, wo Dämpfung, Komfort und Grip am besten zur Geltung kommen.

Ich bin sehr gespannt, ob man die innovative Sohle zukünftig auch bei anderen ASICS Modellen wieder finden wird.

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